I. Infrastruktur, Stadtentwicklung und Tourismus

I. Infrastruktur, Stadtentwicklung und Tourismus

Die SPD Altena setzt sich für eine weitsichtige Gestaltung und Entwicklung der Stadteile ein. Stadtteile und deren Infrastruktur müssen erhalten und gefördert wird, denn Altena ist die Summe all seiner Stadtteile. Es dürfen nicht alle finanziellen Mittel in den Stadtkern fließen. Der Stadtkern und dessen weitere Entwicklung ist als urbanes Zentrum richtig und wichtig. Das sehen auch wir so. Dies darf aber nicht ausschließlich zu Lasten der anderen Stadtteile gehen. Aus diesem Grund darf sich die Öffentliche Hand nicht aus den Stadtteilen zurückziehen. Gerade nicht aus solchen, die weit vom Zentrum entfernt sind. Für junge Familien sind wegen geringerer Baulandpreise oder Mietkosten gerade die Stadtteile im Außenbereich interessant. Zieht sich die Öffentliche Hand hier wie bspw. durch die Schließung der Grundschule Evingsen zurück, dann nimmt man diesem Stadtteil auf Dauer jede Entwicklungsmöglichkeit.

1. Nahversorgungszentrum Rahmede

Wir setzen uns für die Aufwertung der Rahmede durch die Schaffung eines Nahversorgungszentrum auf dem ehemaligen „Imra Gelände“ in der „großen Lösung“ mit einer Verkaufsfläche von 2450 qm ein. Denn nur mit der „großen Lösung“ ist eine Anschließung eines attraktiven Drogeriemarktes mit einer Verkaufsfläche von anteilig ca. 650 qm zu realisieren. Gerade ein Drogeriemarkt fehlt in Altena. Es wurde in der Vergangenheit immer behauptet, eine Ansiedlung eines Drogeriemarktes könne in der Innenstadt realisiert werden. Die vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass die Verkaufsflächen im Stadtzentrum offensichtlich ungeeignet sind. Denn sonst hätte sich dort längst ein entsprechender Markt angesiedelt.

Hierdurch wird darüber hinaus Kaufkraft in Altena gebunden und zurückgeholt werden. Durch die Realisierung der „großen Lösung“ wird auch die Wohnqualität der Anlieger in der Rahmede erheblich verbessert. Da der Bedarf an einem Drogeriemarkt unstreitig ist, hat das Nahversorgungszentrum in der „großen Lösung“ auch einen positiven Effekt auf die gesamte Stadt.

2. Optimierung des Tourismusmanagements

Im Rahmen der Regionale 2013 wurden Tourismuskonzepte wie der Burgaufzug Altena umgesetzt. Hier fehlt es aber an einer professionellen und für potentielle Touristen schnell zugängliche Informationsplattform, die auch über den Burgaufzug hinausgeht. Wenn man die Internetseite der Stadt Altena besucht und dort nach konkreten, für Touristen interessanten Veranstaltungen sucht, wird man feststellen, dass nicht alle Altenaer Veranstaltungen zu finden sind. Gerade über die neuen Medien findet heutzutage die erste Informationsbeschaffung statt. Auch für Touristen. Wir setzen uns daher für eine bessere Vernetzung von Verwaltung und örtlichen Veranstaltern ein. Auf der städtischen Internetseite sind neben den städtischen Veranstaltungen auch die Aktivitäten von lokalen Initiativen einzubinden.

Durch die Umsetzung des Regionale-Projektes „Burgaufzug“  ist ein weiterer Schritt zur touristischen Erschließung Altenas erfolgt. Das Konzept des Burgaufzugs funktioniert jedoch nur mit der Burg. Träger der Burg und ihrer Museen (Burg – und Drahtmuseum) ist der Märkische Kreis. Somit besteht eine mittelbare Abhängigkeit.

Da der Burgaufzug über Jahre hinweg neue touristische Einnahmequellen für Altena sicherstellen soll, gilt es unbedingt die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern. Hierzu konnte bis heute kein tragfähiges Konzept vorgelegt werden.

Aus unserer Sicht ist es von enormer Wichtigkeit, die Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis zu suchen und zu fördern. Es sind in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis Synergieeffekte zu suchen und auszubauen. Eine Nachhaltigkeit des Projektes kann nur mit dem Märkischen Kreis sicher gestellt werden.

Ohne weitere Ladenlokale und weitere Gastronomie sowie Übernachtungsangebote wird Tourismus in Bezug auf den Aufzug nicht in dem gewünschten Ausmaß stattfinden und das touristische monetäre Potential wird weiter an Altena vorbeifließen.

Nachdem das Projekt des „Krämerdorfes“ zur Zeit nicht gefördert wird, müssen hier dringend Lösungen gefunden werden. Eine Lösung kann aus unserer Sicht nur in der Professionalisierung des Stadtmarketings, Prüfung der Möglichkeit von Franchaise im Bereich der Systemgastronomie und in der engeren Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis liegen. Es gilt Gestaltungsrichtlinien festzulegen und die Wirtschaftsförderung in Bezug auf die Darstellung des (Innen-) Stadtbildes einzubeziehen.

Auch die Wander- und Radwege in und um Altena sind touristisch zu erschließen und zu vermarkten. Hier sind bürgerschaftliche Initiativen wie beispielsweise der Dahler Sagenwald oder auch der Evingser Wanderweg zu unterstützen und zu fördern.

3. Wirtschaftlich sinnvolle Nachnutzungskonzepte entwickeln

Für die nunmehr oder auch in der Zukunft bedauerlicherweise leer stehenden städtischen Liegenschaften sind innovative Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, um den städtischen Haushalt zu entlasten. Lösung hierbei kann aber nicht sein, ausschließlich die Bürgerinnen und Bürger in die Verantwortung zu nehmen, und diesen die Entwicklung von Nachnutzungskonzepten aufzuerlegen. Die Entwicklung von Nachnutzungskonzepten ist originäre Aufgabe der Verwaltung in verlässlicher Zusammenarbeit mit den heimischen Wirtschaftsorganisationen und unter Einbindung der Bürgerschaft.

4. Vermarktung des Gewerbeparks Rosmart

Wir treten für eine nachhaltige Entwicklung des Gewerbeparks Rosmart, nicht nur als Zentrum für kleinere mittelständische Betriebe, ein. Um dies realisieren zu können, müssen die Grundstückspreise im Gewerbepark Rosmart marktgerecht gestaltet werden. Es ist der falsche Weg, das Ziel zu verfolgen, Einnahmen ausschließlich durch einen einmaligen Veräußerungsvorgang zu erzielen. Richtiger ist es, die weitsichtige wirtschaftliche Perspektive der laufenden Gewerbe- und Grundsteuereinnahmen zu berücksichtigen.

5. Senioren- und behindertengerechtes Bauen fördern

Auf Grund des demografischen Wandels ist das senioren- und behindertengerechte Bauen zu fördern. Dies kann dadurch erreicht werden, dass bei der Erstellung von Bebauungsplänen gezielte Planungen erfolgen. Auch die Altenaer Baugesellschaft ist in Fragen behindertengerechten Bauens und Wohnens als Partner mit einzubeziehen.

6. Sportförderung

Die SPD setzt sich für den Erhalt der Sportstätten und für die Nutzung dieser durch Sportvereine gegen eine angemessene Kostenbeteiligung ein.

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