III. Schul- und Bildungspolitik

III. Schul- und Bildungspolitik

Die SPD Altena steht für den Erhalt aller in Trägerschaft der Stadt Altena stehenden aktuellen Schulstandorte. Wir wollen unsere Schullandschaft so gestalten, dass diese im Einklang mit den Interessen der Ortsteile zukunftssicher sind. Aber über die Planungen im Ganzen hinaus gibt es auch im „Kleinen“ Nachholbedarf, der unterstützt und gefördert werden muss. Besondere Lernkonzepte wie im Rahmen des „JeKi“ Projektes sind zu fördern und nach Möglichkeit auf alle Grundschulen zu übertragen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Punkt unserer politischen Bemühungen sein, Schülerinnen und Schülern einen frühzeitigen Einblick in die Unternehmen vor Ort zu ermöglichen.

1. „Ausbildungsbündnis Altena“

Was in anderen Städten bereits erfolgreich praktiziert wird, kann auch für Altena ein Erfolgsmodell werden. Während gerade Abgänger von Haupt- und Sonderschulen oft größte Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, haben Arbeitgeber immer größere Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende zu finden.

Dabei ist der erste Kontakt nach der erfolgten schulischen Ausbildung regelmäßig der Schlüsselmoment, und leider häufig Grund dafür, dass ein Ausbildungsangebot seitens der Unternehmen nicht gemacht wird. Hieran muss im Interesse aller Beteiligten gearbeitet werden.

Die SPD möchte deshalb gemeinsam mit Schulen und Arbeitgebern ein Projekt initiieren, in dem die späteren Schulabgänger und die Unternehmen bereits während der letzten beiden Schuljahre die Möglichkeit haben, sich kennen zu lernen. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht bloß kurzfristig, im Rahmen der üblichen Schul- oder Ferienpraktika, sondern regelmäßig während der letzten beiden Schuljahre Einblicke in die Betriebe gewinnen können.

So werden Schüler motiviert, und Schulen können besser und schneller auf die Anforderungen der Betriebe reagieren. Andersherum haben die Betriebe die Möglichkeit, junge und engagierte Menschen für ihre Betriebe zu gewinnen und langfristig als verlässliche und qualifizierte Mitarbeiter an sich zu binden. Denn eines ist klar: Eine Gesellschaft, die ausschließlich aus Akademikern besteht kann, kann und wird keinen Bestand haben können. Ebenso bedarf es fachlich gut qualifizierter Arbeitnehmer mit einer handwerklichen oder praktischen Ausbildung, die Tag für Tag einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

2. „JeKi“ für alle Grundschulen

Bei diesem Programm wird der reguläre Schulunterricht durch die Musikschulen sinnvoll ergänzt. Jedes Kind kann ein Musikinstrument seiner Wahl erlernen. Durch diesen ganzheitlichen Bildungsansatz wird das Zusammenspiel sowie Kreativität, Ausdauer und Wahrnehmungsfähigkeit gestärkt. Die Musikschule erhält als Synergieeffekt die Möglichkeit, mehr Kinder als Schüler zu gewinnen.

3. ÖPNV

Mit der Schließung des ESBK wird Altena nicht nur einen echten Bildungsstandort verlieren, sondern auch unsere ortsansässigen Unternehmen verlieren einen wertvollen Pool an potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Schließung haben wir immer kritisch betrachtet. Die Entscheidung ist allerdings nicht in Altena gefallen, sondern auf Kreisebene. Wir vor Ort müssen jetzt mit der Situation verantwortungsvoll umgehen und die Schülerinnen und Schüler im Blick haben, die nun zu anderen Berufskollegs fahren müssen. Wir werden daher dafür eintreten, dass die Schülerinnen und Schüler mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zügig zu ihren Berufskollegs gelangen. Hierfür wird es erforderlich sein, dass die Abfahrtzeiten und Fahrtzeiten optimiert werden.

Die SPD Altena begrüßt ausdrücklich den Vorstoß der Kreis-SPD, für Schülerinnen und Schüler für schulisch veranlasste Fahrten einen kostenfreien Nahverkehr sicherzustellen, solange hierfür keine Erhöhung der Kreisumlage notwendig wird.

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